Weiterbildung per Internet
Weiterbildungen haben in Deutschland Hochkonjunktur. Wahrscheinlich auch als Folge der Krise, suchen viele Arbeitnehmer ihren Marktwert durch Qualifikationen zu steigern. Und vor allem jüngere Menschen nutzen das Internet als Weg zur Bildung.
76 Prozent der Deutschen ist nach eigener Einschätzung das Internet eine hilfreiche Quelle, um ihre Bildung zu verbessern, das ergab eine Befragung des IT-Branchenverbandes Bitkom. Das widerspricht doch all den Pessimisten, die meinen, das Internet sei nur noch ein Daten-Abfalleimer, in dem man nach den passenden Informationen gehörig wühlen muss. Zwei Drittel der Nutzer befanden sogar, dass sie ihre Allgemeinbildung durch ihr Surfen signifikant verbessern konnten. Und auch für den Beruf konnten 51 Prozent das Wissen auf dem Netz gewinnbringend nutzen.
Das Netz als Bildungschance
Beim Surfen für die Weiterbildung sind die Männer allerdings aktiver: Sie erklärten häufiger als die weiblichen Befragten von den Online-Informationen beruflich zu profitieren. Besonders Fachkräfte mit spezifischen Fragestellungen nutzen Online-Foren, in denen sie sich unter Gleichgesinnten austauschen können. Besondere Qualität der Datenautobahn ist dabei die ständige Verfügbarkeit von Informationen, so dass auch am Arbeitsplatz „mal eben“ wichtige Fragen geklärt werden können.
E-Learning als Bildungsangebot der Zukunft
Aber mal wieder sind es eher die Jüngeren, die das Internet zu ihren Gunsten nutzen: 71 Prozent der 14- bis 29-Jährigen gaben an, dass das Online-Angebot vor allem für ihre Allgemeinbildung wichtig sei. Den 30- bis 49-Jährigen ist es vor allem für ihre beruflich Weiterbildung nützlich.
Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer meint: „Das Lernen über das Internet wird weiter an Bedeutung gewinnen. Für Bürger und Unternehmen wird E-Learning künftig zu einem ganz selbstverständlichen Bildungsangebot. E-Learning heißt, Wissen dann zur Verfügung zu stellen, wenn es gebraucht, anstatt ausschließlich auf Vorrat zu lernen.“