Was ist eine virtuelle Telefonanlage?
Telefonieren ist inzwischen zum wichtigsten Kommunikationsmittel geworden. Kaum jemand verlässt noch ohne sein Handy das Haus oder wohnt ohne Festnetzanschluss. Doch wo bei der privaten Kommunikation noch flexibel auch auf SMS oder soziale Netzwerke zurückgegriffen wird, um Neuigkeiten zu verbreiten, so sind es vor allem Geschäftsleute und Firmen, die auf eine schnelle und verlässliche Telefonkommunikation angewiesen sind. Virtuelle Telefonanlagen ermöglichen jetzt jeder Firma, und sei sie noch so klein, alle technischen Möglichkeiten, die moderne Telekommunikation zu bieten hat.
Mit allen Schikanen
Die virtuellen Telefonanlagen, wie sie zum Beispiel das Unternehmen nfon anbietet, beruhen auf der Technik, die im Allgemeinen als Internettelefonie bezeichnet wird. Statt über das Netz der Telekom werden die Daten über das Internet übertragen. Das funktioniert inzwischen genauso verlässlich wie das sogenannte Festnetz, auch wenn die Internettelefonie in ihren Anfängen wegen Echoeffekten, schlechter Sprachqualität und unsicheren Verbindungen einen eher schlechten Ruf genoss. So wurden die Verbindungen häufig wegen zu hoher Datenmengen abgebrochen oder stürzten einfach ab. Auch ein automatischer Reconnect, d.h. die Neuverbindung mit dem Server, war je nach Internetanbieter möglich, da das hohe Datenaufkommen beim Telefonieren mit verdächtigen Datenaktivitäten gleichgesetzt wurde. Mit steigenden Übertragungsraten und schnelleren Leitungen konnten diese Probleme aber nachhaltig beseitigt werden und jetzt kann man ein Gespräch über Internettelefon eigentlich gar nicht mehr von einem Gespräch über das Festnetz unterscheiden. Sowohl der Klang als auch die Verbindung ist inzwischen von bester Qualität, so dass sich auch die Telefonanbieter immer mehr für diese Technik, das sogenannte Voice over IP, kurz VoIP, entscheiden. Eine virtuelle Telefonanlage geht noch weiter als nur eine Leitung und Verbindung bereitzustellen, sondern macht alle modernen Funktionen, die eine Schaltzentrale auch für große Firmen bieten muss, klein und handlich auf einem PC verfügbar.
Kinderleichte Steuerung, beste Sicherheit
Rufweiterleitung oder Anrufbeantworter gehören ja längst zu den Standards einfacher Telefone. Eine virtuelle Telefonanlage erlaubt darüber hinaus eine freie Zuteilung von Rufnummern und Durchwahlen und macht auch Änderungen jederzeit möglich. Per Knopfdruck kann man die Belegung verändern, Rufumleitungen koppeln oder sogar einen automatischen Rückruf vereinbaren. Auch die Bedienung per Impulswählverfahren ist hierüber möglich, so dass der Anrufer sich quasi selbst zur richtigen Abteilung durchstellen kann. Die computergesteuerte Bedienung einer virtuellen Telefonanlage hat in Bezug auf die Sicherheit, ob Abhören oder Mitschnitte, einen besonderen und für viele Unternehmen, die sich dafür entscheiden, einen wichtigen Vorteil. Denn dank automatischer Protokolle über jede Telefonaktivität können illegitime Manipulationen schnell bemerkt und im Schadensfall spätestens lückenlos nachvollzogen werden. Eine solche Funktion ist für eine herkömmliche Telefonanlage ein wesentlich größerer technischer und administrativer Aufwand und könnte nicht, wie bei der virtuellen Anlage, per Knopfdruck umgesetzt werden.