Was kommt da eigentlich aus meiner Steckdose?

Ja klar, aus der Steckdose kommt der Strom. Aber was Strom eigentlich genau ist und woher jetzt dieser, der morgens unseren Toast schön durch röstet, genau kommt, wissen die wenigsten. Denn auf der einen Seite wählen wir zwar alle unseren eigenen Stromanbieter auf der anderen nutzen wir ja alle die gleichen Kabel. Also was genau kommt da aus der Steckdose und woher?

Was ist Strom?

Die einfachste Erklärung ist, dass es sich bei Strom um kleinste bewegte Teilchen handelt, die versuchen ein durcheinandergebrachtes Gleichgewicht wieder herzustellen. Und zwar wird an zwei Polen, dem Plus- und dem Minuspol, eine unterschiedliche Anzahl an Elektronen erzeugt, die von diesen wieder ausgeglichen werden. Am Pluspol herrscht also eine Unterzahl, am Minuspol eine Überzahl an Elektronen vor, die dann im Folgenden so lange fließen, bis das Gleichgewicht neu hergestellt ist. Damit das nicht zu schnell passiert, werden immer wieder künstlich Elektronen an einem von beiden Polen entfernt. Bei einer Batterie geschieht das durch den Einsatz von chemischen Substanzen, bei dem Strom aus der Steckdose ist das Prinzip ein etwas anderes, da hier der Prozess dadurch am Laufen gehalten wird, dass die Pole innerhalb kürzester Zeit ihre Funktion tauschen.

Und woher kommt der Strom?

Wer versuchen würde dem eigenen Strom einmal auf die Schliche zu kommen und ihn zurückzuverfolgen, würde vermutlich zunächst einmal, die Leitungen entlang, nach unten in den Keller geführt werden, weiter zum Sicherungskasten und dann raus auf die, beziehungsweise unter die Straße, wo die Hauptleitung entlang führt. Doch spätestens hier würde der Fall schwierig werden, denn das Wirrwarr an Einspeise-Kabeln wäre groß und der eigene Strom wäre spätestens hier nicht mehr weiter zu verfolgen. Wichtig, um die Strombelieferung hierzulande zu verstehen, ist deshalb der Begriff des „Strommixes“. Da es nur ein zulieferndes Stromnetz in Deutschland gibt, kommt für alle Stromkunden der Strom zunächst einmal aus dem gleichen Netz, unabhängig davon, bei welchem Anbieter sie sind. Es gibt somit keine unterschiedliche Qualität für einzelne Verbraucher, sondern als Stromkunde beeinflusst man zusammen mit allen anderen Konsumenten diesen Gesamtstrommix. Wer sich beispielsweise unter http://www.flexstrom.de/ als Kunde anmeldet, bekommt zwar aus der heimischen Steckdose genau den gleichen Strom wie vorher, sorgt allerdings dafür, dass angelehnt an die Menge des eigenen Verbrauchs, zukünftig der neu gewählte Anbieter seinen eigenen Strom mit in das Netz einspeist. Wer sich also zum Beispiel für einen Ökostromtarif entscheidet, veranlasst, dass im Rahmen des eigenen Verbrauchs zukünftig mehr Energie aus regenerativen Quellen durch die Hauptleitungen fließt und der zuvorige Anbieter etwas weniger von seiner erzeugten Energie einspeist.

Keine Kommentare bisher • RSS-Feed für KommentareTrackBack URI
Hinterlasse deinen Kommentar!
Einen Kommentar hinterlassen