Welches Material hält am besten warm im Winter?
Schon jetzt, Mitte Oktober, hat der ein oder andere seine Winterjacke aus dem Schrank geholt. Kein Wunder bei nächtlichen Temperaturen um den Nullpunkt. Dabei ist der Winter noch nicht einmal offiziell da, erst am 21. Dezember ist Winterbeginn und manch einer fragt sich vielleicht schon, was er dann noch alles anziehen soll um den eisigen Temperaturen stand zu halten. Wichtig, um wohlig warm durch Eis und Schnee zu stapfen, ist es, auf die richtigen Materialien zu setzen.
Mütze, Schal, Handschuhe, dicke Socken sowie Stiefel und eine lange warme Jacke. So sollte das vollständige Winteroutfit aussehen. Doch auch Schal und Mütze können wenig bewirken, wenn die Jacke nicht vernünftig warm hält. Und eine gute Winterjacke erkennt man nicht daran, wie dick sie sich anfühlt, sondern an dem kleinen, weißen Schild, auf dem die Materialien angegeben sind. Denn wer im Winter auf die richtige Materialkombination setzt, friert auch weniger.
Luft hält warm
Haut verliert im Normalzustand kontinuierlich Wärme. Begründet ist das durch den natürlichen Luftaustausch, der ununterbrochen stattfindet. Die Haut erwärmt die Luft, die unmittelbar über der Haut liegt und diese tauscht sich durch die Strömungen mit neuer, kalter Luft aus. Um den Körper warm zu halten ist es also wichtig, diesen Luftaustausch zu stoppen. Besonders wärmend sind demnach die Materialien, die die Luft, die direkt über der Haut liegt, speichern und somit den ständigen Luftaustausch und die damit einhergehende neue Wärmeabgabe des Körpers verhindern.
Wolle
Wer seinen Wollpullover liebt, weil der so schön warm und kuschelig ist, behält Recht. Denn Wolle ist gut geeignet um den Wärmeverlust zu unterbinden. In den Hohlräumen der krausen, elastischen Wollfasern kann sich nämlich optimal die Luft festsetzen, die den Körper umgibt. Das Thermoskannenprinzip ist optimal geeignet, um den Körper richtig schön warm zu halten. Allerdings ist Wolle nur ein guter Begleiter, wenn es nicht regnet und auch kein allzu starker Wind weht, denn dann hält sie zu wenig dicht, als dass sie verhindern könnte, dass die gespeicherte Luft entweicht. Wenn die Jacke jedoch zudem mit einer wasserdichten Schutzschicht ausgestattet ist, die die Wolle umgibt, kann der wärmende Effekt der Wolle als sehr gut eingestuft werden. Das sieht man auch bei den Jacken von Fjäll Räven bei Deerberg, die bei ihren Winter-Funktionsjacken auf eine Kombination aus Bio-Wolle und Polyester setzen und zu den Spitzenreitern der Warmhalteindustrie gehören.
Daunen
Auch Daunen wird eine sehr gute Wärmewirkung nachgesagt, die ebenfalls durch die gute Luftspeicherung erreicht wird. Daunenphasen sind dreidimensional aufgebaut und schließen so die Luft ähnlich der Wolle gut ein. Jedoch kapituliert auch eine Daunenjacke, sobald sie nass wird und ist, da sie dann sprichwörtlich in sich zusammenfällt und die Zwischenräume verschwinden. Deswegen ist auch eine Daunenjacke unbedingt auf eine Extrabeschichtung angewiesen.
Fazit
Die perfekte Winterjacke sollte vor allem eines sein: geschichtet. Die Innenseite sollte dabei aus einem luftigen, wärmespeichernden Material bestehen, die äußere aus einem feuchtigkeitsabweisenden. Dann wird die Wärme auch bei Regen oder Schnee gehalten und ausgedehnten Winterspaziergängen steht nichts mehr im Weg.